Aktuelles aus der Bibliothek

 

 

2025:

 

Die LUISE-BÜCHNER-BIBLIOTHEK IM LITERATURHAUS

lädt ein zur

„Offenen Bibliothek“
zum Stöbern, Ausleihen und Bücherflohmarkt

am Donnerstag, 10. April 2025, 15 -19 Uhr 

Foto der Luise-Büchner-Bibliothek
Luise-Büchner-Bibliothek im Literaturhaus Darmstadt

 Um 16 Uhr stellt
das Bibliotheksteam berühmte Köchinnen und ihre Bücher vor.          

Die Kochbücher von Henriette Davidis, Lina Morgenstern und Lina Wolff-Küchler gehörten im 19. Jahrhundert zur Grundausstattung von vielen Haushalten.

Henriette Davidis (1801-1876), die zahlreiche Koch- und Haushaltungsbücher veröffentlichte, konnte jedoch von den Erträgen nur ein eher bescheidenes Leben führen. Lina Morgenstern (1830 -1909) genannt die „Suppen-Lina“, gründete in Berlin die erste Volksküche für Arme. Sie war eine enge Freundin und Mitstreiterin von Luise Büchner, ist aber heute weitgehend vergessen. Den Titel des Kochbuchs „Supp‘, Gemüs‘ und Fleisch“ kennt man heute eher als ihre Darmstädter Autorin Lina Wolff-Küchler. Um 1900 betrug die Zahl der verkauften Exemplare ihres Kochbuchs 145.000!

Heute beherrschen vor allem Männer den Markt der erfolgreichen Kochbücher und auch unter den berühmten Köchen in Sternerestaurants bzw. im Fernsehen findet man nur wenige Frauen. Sie stehen jedoch in ihren eigenen Küchen wie eh und je am Herd!

 

Bei Wein und Gebäck wollen wir an diesem Nachmittag über Kochen, Rezepte und gutes Essen Gespräche führen. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

 

PS: Sie können an diesem Tag auch die beiden Broschüren aus der Reihe „Darmstadt aus Frauensicht“: „Waschen, Kochen, Baden“ und „Kinder, Küche, Kunst“ für den Sonderpreis von je 10 Euro erwerben.

 

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Am Donnerstag, 20. März 2025 rundete Anke Leonhard den Themenbereich „reisende Darmstädterinnen“ ab mit einem reichlich bebilderten Vortrag über „Milli Baus Autoreise – Unterwegs in der Welt“, der ergänzt wurde durch das Lesen von Passagen aus den Reisebeschreibungen.

Nach den reisenden Darmstädterinnen Landgräfin Karoline nach Russland 1773 und Luise Büchner nach Paris und Caen 1865, die noch mit Kutsche und Bahn unterwegs waren, erzählte Anke Leonhardt (Stadtarchiv) über Milli Baus Autoreise, die sie in ihrem „rollenden Haus“ von 1956-1959 entlang der Seidenstraße führte. Schon während dieser mehrjährigen Reise im umgebauten VW Bus.  veröffentlichte Milli Bau ihre Artikel in Illustrierten, schrieb darüber auch in ihren Briefen und fasste 30 Jahre später in ihrem Buch „Unterwegs in der Welt“ Ausschnitte der Reiseerlebnisse zusammen.

Mit ihrer offenen Art und einer gehörigen Portion Abenteuerlust meisterte Milli Bau Begegnungen mit fremden Menschen und Kulturen ebenso wie widrige Umstände und persönliche Rückschläge. All dies bringt sie ihren LeserInnen – und damit auch den ZuhörerInnen des Abends – mit trockenem Humor und einem „weiblichen Blick“ näher und erschließt uns damit eine in Teilen unzugängliche Welt, wie z.B. die unbegleitete und unzensierte Reise durch das für westliche JournalistInnen „verbotene“ China Mao-Tse-Tungs.

 

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2024:

In unserer Reihe Bibliotheksgespräche, die in diesem Halbjahr unter dem Motto Reiseberichte aus dem 18. & 19. Jahrhundert stand, ließ uns Agnes Schmidt am 7. November an der Russlandreise der Großen Landgräfin Caroline im Jahr 1773 teilhaben. Zusammen mit 3 Töchtern im heiratsfähigen Alter nahm die Landgräfin die beschwerliche Reise ins Zarenreich auf sich in der Erwartung, eine dieser Töchter mit dem Zarewitsch verheiraten zu können. In Briefen an ihre Mutter, die auszugsweise von Christine von Prümmer vorgelesen werden, beschreibt Caroline die Reise und die Verhältnisse, die sie unterwegs und in St. Petersburg vorfand.

 

 

Am Donnerstag, den 24.  Oktober 2024, nahm die Leiterin der Luise-Büchner-Bibliothek Agnes Schmidt  den bundesweiten Tag der Bibliotheken zum Anlass, in informellem Rahmen die Arbeit und das Angebot unserer Bibliothek, die sich der Geschichte der Frauen und der Frauenbewegung widmet, vorzustellen. Das Bild zeigt das Bibliotheksteam mit einer Interessierten Besucherin (von links: Susanne Rupp, Besucherin, Agnes Schmidt, Christine von Prümmer). 

 

24.10,2024 – Tag der Bibliotheken. Die Luise-Büchner-Bibliothek stellt sich vor. Foto Johanna Bär

 

 

Bei dieser Gelegenheit hat Agnes Schmidt auch das von ihr verfasste und anlässlich der Wiedereröffnung der Mathildenhöhe neu aufgelegte „Büchlein“ „Kinder, Küche, Kunst – Frauen auf der Mathildenhöhe“ in einer Präsentation vorgestellt, die großen Anklang fand. Die Resonanz auf diesen „Tag der offenen Tür“ zeigt, dass diese Mischung aus Information, Bücher-Flohmarkt und Gesprächen „ankommt“ und es sich „lohnen“ könnte, auch im nächsten Jahr die Luise-Büchner-Bibliothek am bundesweiten Tag der Bibliotheken in ähnlicher Form zu öffnen.

 

 

Agnes Schmidt, LBB-Leiterin, stellt die „Frauen auf der Mathildenhöhe“ vor. Foto Johanna Bär